Nicht wenige träumen von einer Arbeit rund um Autos, schließlich lässt sich hier ein Technik-Interesse mit betriebswirtschaftlichen Dingen verknüpfen. Doch auch losgelöst von den Aspekten des Handels gibt es natürlich unzählige Berufsbilder, die hier für Einzelne in Frage kommen. Sei es als Automobilkaufmann, als Absolvent in der Fahrzeugtechnik, als TÜV-Prüfer oder als Metallbauer mit der Fachrichtung Nutzfahrzeuge. Für jedes Interesse und jede Neigung findet sich etwas, um am großen Ganzen mitzuwirken.

ecary.de präsentiert Dir vier ausgewählte Berufe in der Automobilindustrie, zeigt Dir den klassischen Werdegang auf sowie die Besonderheiten des Berufsalltags. Los geht’s!

Nr. 1: Der Klassiker „Automobilkaufmann/-frau“

Der Beruf in der Automobilbranche, mit denen die meisten wohl in Berührung kommen werden, ist der Automobilkaufmann. Seine Aufgabe ist es Kunden rund um Neu- und Gebrauchtwagen zu beraten, Angebote zu vergleichen, Werbemaßnahmen zu koordinieren und Märkte zu analysieren. Er hat ein grundlegendes betriebswirtschaftliches sowie technisches Verständnis, viel Freude am Verkauf und ein Interesse an regelmäßigem Kundenkontakt.

Die Ausbildung zum Automobilkaufmann erfolgt mittels einer dualen Ausbildung, also durch Lehreinheiten im Betrieb als auch in der Berufsschule abwechselnd. Die Ausbildung dauert drei Jahre, lässt sich aber unter Umständen verkürzen. Mittlerweile wird als empfohlener Schulabschluss die Fachhochschulreife genannt, in der Regel finden aber auch Realschulabgänger (früher: „Mittlere Reife“) einen guten Zugang dazu.

Hier einmal die klassischen Aufgabenbereiche von Automobilkaufleuten:

  • Service und Verkauf, also Beratung rund um Autos, Reparaturen, Versicherungen etc.
  • Marketingmaßnahmen
  • Aufgaben der Disposition und Buchhaltung, etwa in Bezug auf Verkaufszahlen, Fahrzeugteile, Kostenkalkulation etc.

Diese Ausbildung zum „klassischen“ Beruf in der Automobilindustrie schadet garantiert nie, sie bildet oft das Fundament für spannende Aufgaben oder Weiterbildungen im Anschluss daran. Wenn Du Interesse an Technik hast, ein Gespür für Zahlen und sehr kundenzentriert arbeiten möchtest, bist Du hier bestens aufgehoben!

Nr. 2: Studium im Bereich „Fahrzeugtechnik“

Ganz anders strukturiert ist dieser Beruf in der Automobilindustrie, wo der Fokus gänzlich auf technischen Aspekten liegt. Die Ausbildung findet im Rahmen eines Hochschulstudiums statt, in der Regel an Fachhochschulen oder auch Berufsakademien. Hier werden naturwissenschaftliche sowie ingenieurswissenschaftliche Grundlagen vermittelt, Inhalte rund um Werkstoffkunde, Statik, Physik, Informatik sowie Kinematik gelehrt. Je nach Profil Deiner Hochschule kannst Du im weiteren Verlauf einen Schwerpunkt einschlagen, etwa in den Bereichen „Fahrzeugbau“, „Kraftfahrzeugservice“, „Motoren“ oder „Sachverständigenwesen“.

Fahrzeugtechnik bildet die Grundlage für viele Berufe in der Automobilindustrie, wie etwa jener als TÜV-Prüfer oder Kfz-Sachverständiger. Dazu im nächsten Absatz aber mehr. Hier lernst Du wesentliche Grundlagen und eignest Dir ein Verständnis von Zusammenhängen an, die weit unter die Oberfläche gehen. Auch wenn die Bezeichnung „Fahrzeugtechnik“ es suggeriert, so geht es hier im Kern nicht um „Fahrzeugbau“, auch wenn das einen Schwerpunkt darstellt. Die Fahrzeugtechnik ist Teil des Maschinenbaus und gibt dir unzählige Weiterbildungs- und Entwicklungschancen.

Nr. 3: TÜV-Prüfer bzw. Kfz-Sachverständiger

Jeder, der ein Auto sein Eigen nennt, muss regelmäßig zum TÜV. Die Hauptuntersuchung (HU) sowie einzelne weitere Untersuchungen werden durch einen Kfz-Sachverständigen durchgeführt. Dieser Beruf in der Automobilindustrie ist heiß begehrt, denn neben der Anstellung bei einer großen Prüforganisation ist bei Gesellschaften wie der GTÜ oder der KÜS auch eine Selbständigkeit möglich. „TÜV-Prüfer“ bzw. „Kfz-Sachverständiger“ umfasst hier also all jene, die Schadengutachten erstellen, Kraftfahrzeuge ganzheitlich bewerten, als Gutachter vor Gericht auftreten, etc.

Der Zugang zu diesem Beruf in der Automobilindustrie ist mehrgliedrig, Du kannst sowohl als Kfz-Mechaniker als auch als Techniker oder Diplom-Ingenieur bzw. Bachelor-/Master-Absolvent den Weg in dieses Berufsbild finden. Gesellschaften wie die GTÜ haben ein mehrmonatiges Ausbildungsprogramm konzipiert, das sämtliche Aspekte des Berufsalltags abbildet. Bei Gesellschaften wie der DEKRA oder den einzelnen TÜV-Landesgesellschaften sieht es ähnlich aus, im Detail jedoch verschieden.

Nr. 4: Metallbauer mit der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

Du möchtest einen Beruf in der Automobilindustrie, der vor allem praktisch geprägt ist? Dann wäre die Ausbildung zum Metallbauer der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau sicherlich etwas für Dich. Du bist beteiligt am Herstellungsprozess von Karosserien, Aufbauten sowie Fahrzeugrahmen, etwa für Land- und Forstwirtschaft oder das Speditionswesen. Es wird gespant, verformt, geschmiedet und gerissen was das Zeug hält. Anschließend verschraubt, vernietet oder verschweißt. Hier gleicht kein Tag dem anderen, Abwechslung pur ist garantiert.

Weitere Informationen zu diesem Beruf, den Ausbildungsinhalten sowie der Vergütung währenddessen findest Du auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

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